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Harnwegsinfektionen im Allgemeinen

Neben den Infekten der Luftwege zählen Harnwegsinfektionen zu den häufigsten Infektionen überhaupt. Empfindlich für Infektionen sind alle Abschnitte der Harnwege. Die oberen Harnwege umfassen die Nierenkelche, das Nierenbecken und die Harnleiter. Der in den Nieren produzierte Harn wird im Nierenbecken gesammelt und über den Harnleiter in die Harnblase transportiert. Dort wird er gespeichert und bei einem bestimmten Volumen willkürlich entleert. Über die Harnröhre verlässt der Urin den Körper.

Man unterscheidet

Bei älteren Frauen kommt häufiger eine asymptomatische Bakteriurie vor. Dabei lassen sich Bakterien im Urin nachweisen, es finden sich aber keine Entzündungszeichen. Die Betroffenen haben auch keine Beschwerden und keine Entzündungszellen im Urin. Die asymptomatische Bakteriurie muss in der Regel nicht behandelt werden (Ausnahme Schwangerschaft).

Ursachen und Faktoren, die einen Harnwegsinfekt auslösen oder begünstigen können:

Symptome für einen Harnwegsinfekt:

Die Diagnose Harnwegsinfekt kann vom Hausarzt mittels eines Urinteststreifens gestellt werden. Entzündungszellen und Nitrit, das von den Bakterien gebildet wird, kann anhand des Teststreifens nachgewiesen werden. Es wird eine Kultur angelegt, um herauszufinden, welcher Keim die Entzündung verursacht hat. Bei Verdacht auf Nierenbeckenentzündung wird zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung gemacht, um einen Rückstau von Urin auszuschließen.

Bei häufigen Blasen- oder Nierenbeckenentzündungen kann auch eine Fehlbildung der Harnwege vorliegen. Insbesondere gilt dies für Männer, die normalerweise durch ihre viel längere Harnröhre relativ gut vor Harnwegsinfekten geschützt sind.

Die Therapie ist abhängig von der Schwere der Erkrankung:

25 Prozent der Frauen leiden an wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. Dabei sind die über 50-Jährigen am häufigsten betroffen. Als Vorbeugung wird empfohlen:

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