Die Nieren eines gesunden Erwachsenen sind jeweils etwa 10-12 cm lang und etwa 5-7 cm breit/dick. Jede der beiden Nieren wiegt zwischen 120 und 200 Gramm. Schwankungen treten je nach Ernährungsgewohnheiten und körperlicher Konstitution auf. So ist es zum Beispiel möglich, dass bei einer sehr eiweißreichen Kost die Niere das Doppelte ihres Ausgangsgewichts erreicht. Bei überwiegend kohlenhydratreicher Ernährung können die Nieren kleiner werden. Ursache dafür ist das Ansteigen bzw. Absinken der notwendigen Filtrationsleistung. Sinkt das Gewicht der Nieren unter 80 Gramm bei einer Größe von weniger als 8x4 cm spricht man von Schrumpfnieren.
Mit Hilfe von Ultraschall kann die Größe und Struktur der Nieren zuverlässig dargestellt werden. bei Schrumpfnieren finden sich im Ultraschallbild Verschmälerungen der Nierenrinde.
Ursachen von Schrumpfnieren:
Es entsteht ein Teufelskreis: Die zunehmende Verkleinerung/Vernarbung der Nieren führt zu einem Bluthochdruck. Dieser wiederum schädigt die Nieren.
Eine einseitige Schrumpfniere kann durch eine Verengung der Nierenschlagader, beispielsweise durch Arteriosklerose, oder durch einseitige, chronische, bakterienbedingte Infekte in Harnblase und Harnleiter sein. Einseitige Schrumpfnieren können ebenfalls einen Bluthochdruck auslösen, der dann wieder die zweite Niere schädigen kann. Durch eine Aufdehnung der eingeengten Nierenarterie oder durch Entfernung der krankhaften Niere kann die Entwicklung gestoppt werden. Solange die gesunde Niere normal funktioniert, treten keine Symptome auf.
Schreitet die Verkleinerung/Vernarbung der Nieren weiter voran, nimmt die Funktion der Nieren stetig ab. Im Endstadium kann es zu einer Harnvergiftung kommen. Da die Entwicklung von Schrumpfnieren oftmals schleichend vorangeht, sollte man folgende Symptome unbedingt beachten:
Ziel einer Therapie ist es, die Entwicklung einer totalen Schrumpfniere mit chronischem Nierenversagen aufzuhalten. Dabei müssen folgende Faktoren unbedingt eingehalten werden:
Besteht trotz Therapie die Gefahr einer gefährlichen Harnvergiftung, muss an Dialyse (künstliche Niere) oder an eine Nierentransplantation gedacht werden.
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